Trailer: Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte

Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte

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Interview in der Jungen Welt zum aktuellen Filmprojekt

CksKCChXIAAvsZG»Dieser Protest ist nur mit breiter Solidarität möglich«

Filmprojekt: Von Kämpfen in Frankreich können Aktivisten viel lernen, etwa Verankerung in Betrieben. Gespräch mit Christian Schwartz

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Sie haben Dokumentarfilme über antifaschistische Gruppen in Frankreich gedreht, nun machen Sie sich wieder auf den Weg ins Nachbarland. Worum geht es in Ihren Projekten?

Zusammen mit dem Medienkollektiv »Left Report« porträtieren wir antifaschistische, antirassistische und soziale Bewegungen. Erst mal geht es darum darzustellen, was die überhaupt machen, aber in einem zweiten Schritt auch darum, was wir von den Erfahrungen in anderen Ländern lernen können. Seit etwa eineinhalb Jahren waren wir dafür viel in Frankreich unterwegs, weil uns die Ursachen des dortigen Rechtsrucks interessieren. Mittlerweile hat sich der »Front National« als drittstärkste Kraft etabliert. Das ist ein Sinnbild für die Entwicklungen in vielen Ländern Europas.

Die Pläne für das Filmprojekt haben Sie ja schon länger. Inwiefern beeinflussen die anhaltenden Proteste gegen die geplante Arbeitsgesetzgebung diese?

In der BRD wurden schon etliche Sozialabbauprogramme durchgedrückt. Was in Frankreich nun passiert, führt uns vor Augen, wie schwach die Bewegung hier ist. Da wir also in der Position sind, lernen zu müssen, lernen zu wollen, ist es für uns natürlich toll zu sehen, wie Genossen dort versuchen, sich soziale Errungenschaften zu erhalten und nicht darauf vertrauen, dass ihnen Zugeständnisse von oben gemacht werden. Zum Beispiel existiert dort die Protestform »Nuit debout«. Da wollen wir erfahren, was diese Bewegungen genau machen, wie sie zusammengesetzt sind und – für uns besonders spannend – warum gehen solche Konzepte in Frankreich auf, aber hier in Deutschland nicht.

Können Sie schon ein Zwischenfazit ziehen? Warum funktioniert in einem anderen Land, was hier keinen Erfolg bringt?

In der radikalen Linken in der BRD werden die Begriffe »Klasse« oder auch »Klassenkampf« vielerorts kaum genutzt. Aber nur eine kontinuierliche Arbeit in den Betrieben kann langfristig zu breiten sozialen Protestbewegungen führen. Den Beweis sehen wir eben in Frankreich, aber beispielsweise auch in Spanien. Bei uns gibt es aber kaum betriebliche Kämpfe, die über Tarifverhandlungen hinausgehen.

In Diskussionen mit deutschen Aktivisten hört man oft, dass die Verankerung in den Betrieben fehlt. Trotzdem existieren wenig Ideen, wie man das anpacken kann.

Viele radikale Linke sind in Frankreich in Basisgewerkschaften organisiert, die von der Schule bis hin zu Betriebsgruppen ganz anders verankert sind. Im Moment erleben wir es: Im Südosten werden Tankstellen besetzt, Ölraffinerien und Seehäfen blockiert. Das ist nur mit breiter Solidarität möglich, also wenn Diskussionen über Klassenkampf ganz normal zum Alltag unter Kollegen gehören. Dabei vertritt natürlich nicht jeder sofort eine radikal linke Position, aber es ist ein Prozess, der zumindest in Gang gesetzt wurde. Der eigene Betrieb ist für Aktivisten in Frankreich ein ganz normaler Ort, um Politik zu machen – das ist in Deutschland komplett anders.

Welchen Schwerpunkt wird Ihr Projekt haben?

Vor allem vernetzen wir uns mit stadtteilpolitischen Gruppen, aber auch mit der »Action Antifasciste Paris-Banlieue«, das ist eine relativ große Gruppe in Paris und den Vororten. Im vergangenen Jahr haben wir mit dem Film »Une Vie de Lutte« Veranstaltungen zum Gedenken an Clément Méric gezeigt, der Anfang Juni 2013 von Neonazis in Paris ermordet wurde. Mit dem nächsten Projekt wollen wir schauen, wie der Prozess gegen seine Mörder abläuft und anhand dessen den Rechtsruck der Gesellschaft analysieren. Antifaschistischer Protest wird kriminalisiert, und auch die anderen sozialen Kämpfe sollen behindert werden. Die Protestierenden sind starker staatlicher Repression ausgesetzt. Hausprojekte und Gewerkschaftsbüros stehen unter ständiger Observation; mit der Androhung von Haftstrafen sollen einzelne eingeschüchtert werden.

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Christian Schwartz ist Mitglied der North East Antifa (NEA), einer antifaschistischen Gruppe aus Berlin.

Das Filmprojekt finanziert sich durch Crowdfunding: www.tinyurl.com/afa-filmprojekt

Quelle: https://www.jungewelt.de/2016/06-04/037.php

Aufruf Gedenkdemo, Soli-Party für linke Medienarbeit & Offizieller Info Teaser 2016

Aufruf Gedenkdemo zum 3. Todestag von Clément Méric in Paris

Am 05. Juni 2013 wurde der erst 18-jährige Antifaschist Clément Méric von einem Mitglied der neonazistischen Gruppe „Troisème Voie“ auf offener Straße erschlagen.

Seitdem veranstalten Freund*innen, Genoss*innen, Angehörige und weitere Aktivist*innen jedes Jahr eine Gedenkdemonstration, um an den Mord zu erinnern und durch das Aufgreifen aktueller politischer Themen an seinen und unseren Kampf anzuknüpfen.

Dieses Jahr startet die Demonstration am 04.06. um 14 Uhr an der Metrostation Stalingrad in Paris.

Wir haben den Aufruf der Genoss*innen des „Comité pour Clément“ übersetzt und rufen damit auch alle deutschsprachigen Antifaschist*innen auf, sich an der Demonstration zu beteiligen! Denk kompletten Aufruf könnt ihr hier lesen…


Soli-Party für linke Medienarbeit & AFA-Filmprojekt

28.05.2016 | Lauschangriff
22Uhr
Punk, Ska, 80er, 90er & Trash
and special guests…
FB-Event: facebook.com/events/1074665565923503

Hier gehts zur kompletten Partyankündigung…

Zur Finanzierung des ‪‎Filmprojekts‬ und linker ‪‎Medienarbeit‬ in Berlin veranstalten wir eine Soli-Party im Lauschangriff. Kommt vorbei und tanzt mit uns zu 2 Drunk 2 Dance (Punk, Ska, 80er, 90er & Trash), den Turn Table Tölpelz (80er, 90er, Trash, Punk) und special guests…


Offizieller Info Teaser – Filmprojekt 2016

Im Frühjahr 2015 sind wir mit Genoss*innen und Freund*innen nach Paris gereist und haben die Dokumentation „Une vie de lutte“ über den Mord an dem linken Aktivisten Clément Méric und den parlamentarischen und gesellschaftlichen Rechtsruck in Frankreich gedreht. Spendenaufruf weiterlesen…


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Um dieses Projekt realisieren zu können, sind wir auf eure Spenden für Reisekosten und technisches Equipment angewiesen.

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Spendenaufruf: Unterstütze unser DIY-Filmprojekt

Im Frühjahr 2015 sind wir mit Genoss*innen und Freund*innen nach Paris gereist und haben die Dokumentation „Une vie de lutte“ über den Mord an dem linken Aktivisten Clément Méric und den parlamentarischen und gesellschaftlichen Rechtsruck in Frankreich gedreht.

 

Link zu Spendenseite: leetchi.com/c/projekt-von-left-report
( Name & Mail können Fake sein, nur die Bezahldaten müssen stimmen. 😉 )

Seitdem hat sich die politische Lage in Frankreich weiter verschärft. Der Front National hat sich als drittstärkste Kraft etabliert.Zugleich plant die derzeitige Regierung um François Hollande umfassende Arbeitsmarktreformen, gegen die sich in der Bevölkerung Widerstand regt.Erstmals seit Langem gibt es in Frankreich wieder eine starke soziale Protestbewegung unter dem Namen „Nuit Debout“.

Dabei befindet sich das Land nach den Anschlägen vom 13. November 2015 weiterhin im von der Regierung verhängten Notstand.Wir wollen Cléments dritten Todestag und die dazu stattfindende Gedenkdemonstration zum Anlass nehmen, erneut nach Frankreich zu reisen und eine Kurz-Doku über die Demonstration selbst und über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen zu drehen. Das Filmprojekt ist unkommerziell und frei von Gewinninteressen. Zie der Produktion ist es, auf politische Entwicklungen hinzuweisen.

Um dieses Projekt realisieren zu können, sind wir auf eure Spenden für Reisekosten und technisches Equipment angewiesen.

Weitere Infos auf:
leftreport.blogsport.eu
antifa-nordost.org